Taufe

Die Taufe ist ein Sakrament, mit der ein Mensch verbunden wird mit Gott, dem Schöpfer, und in die christliche Gemeinschaft aufgenommen wird. Das Symbol für die Taufe ist das Wasser. Wasser ist Urelement des Lebens.

Dreimal wird dem Täufling Wasser über den Kopf gegossen. Die Taufformel dazu lautet: Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Jeder, der bereit ist, den Glauben an Christus zu bekennen, kann getauft werden. In der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern ist die Kindertaufe die Regel. Da die Kinder den Glauben noch nicht selbst bekennen können, sprechen Eltern und (in der Regel zwei) Paten stellvertretend das Glaubensbekenntnis. Jugendliche oder Erwachsene brauchen nicht zwingend Taufpaten. Sie sprechen selbst das christliche Glaubensbekenntnis.

Eltern legen bei der Taufe ihres Kindes ein Taufversprechen ab, in dem sie sich verpflichten, ihr Kind im christlichen Glauben zu erziehen. Paten unterstützen dies mit ihrem Patenversprechen. Dafür ist es grundlegend, dass Eltern und Paten Kirchenmitglieder sind.

Rufen Sie den Pfarrer an, um mit ihm einen Tauftermin zu vereinbaren!

Zur Vorbereitung einer Taufe führt der Pfarrer ein Taufgespräch, bei dem nach Möglichkeit auch die Paten dabei sein sollten. Ein Taufspruch soll den Täufling ein Leben lang begleiten. Auch der Pfarrer gibt Ihnen gerne solch ein biblisches Wort mit auf den Weg.

Zu Beginn der Taufe steht der biblische Taufspruch im Mittelpunkt. In einer Ansprache wird er für das Leben des Täuflings und der Anwesenden ausgelegt. Musik und Gesang gehören zur Feier. Im zweiten Teil der Feier wird die eigentliche Taufhandlung vollzogen: Sie beginnt mit den Fragen an die Eltern und Paten zum Taufversprechen bzw. Patenversprechen. Bei jugendlichen oder erwachsenen Taufanwärtern werden diese selbst gefragt. Es folgt das Bekenntnis des christlichen Glaubens mit den Worten des frühchristlichen apostolischen Glaubensbekenntnisses. Nach dem Glaubensbekenntnis findet die eigentliche Taufe mit dem Wasser-Ritus statt. Es wird anschließend eine Taufkerze an der Osterkerze entzündet und überreicht. Der Schlussteil des Gottesdienstes ist geprägt von den Fürbitten für die oder den Getauften, die Familie und für andere wichtige Anliegen. Mit dem Segen werden alle Teilnehmenden in den Tag entlassen.